Nicht schwach, sondern überreizt: Die Sprache deines Nervensystems
- Petra

- 26. Juli
- 2 Min. Lesezeit
In meiner Arbeit begegnen mir oft Menschen, die mit den folgenden Herausforderungen zu mir kommen:
Ich bin schnell gestresst und reagiere gereizt oder empfindlich auf alltägliche Herausforderungen.
Ich fühle mich innerlich angespannt und kann mich nur schlecht entspannen.
Ich habe das Gefühl im Gedankenkarussell festzuhängen, anstatt in die Handlung zu kommen.
Ich habe Probleme mit dem Schlafen, ich schlafe schlecht ein und fühle mich nach dem Schlafen nicht erholt, außerdem liege ich nachts oft wach.
Ich reagiere schnell gereizt, ungeduldig und emotional - auch bei Kleinigkeiten, sowohl in meiner Beziehung als auch auf der Arbeit.
Ich habe das Gefühl, nie wirklich abschalten zu können - auch in Ruhesituationen.
All das sind nur einige der Symptome, die du bemerken kannst, wenn dein Nervensystem überreizt ist. Unser Alltag fordert uns heraus – häufig löst schon der Gedanke daran, dass morgen wieder Montag ist und damit der Wahnsinn der Woche losgeht, in uns Stress aus. Neben Beruf, Haushalt, Familie und Freunde kommen oft noch viele weitere Verpflichtungen und Aktivtäten hinzu. Unabhängig davon, wie dein Leben aussieht und mit welchen Herausforderungen du gerade zu kämpfen hast - vielleicht kennst du auch einige dieser typischen, dominanten Gedanken wie beispielsweise:
„Wie soll ich das alles schaffen? Ich muss doch noch putzen, einkaufen, Sport machen, … aber eigentlich habe ich gar keine Energie mehr.“
Oder:
„Ich würde so gerne etwas für mich machen, aber dafür habe ich keine Zeit, weil ich so viel in der Arbeit zu tun habe.“
Oder:
„Irgendwie habe ich das Gefühl, nur noch zu funktionieren, wie eine Maschine meine Aufgaben zu erledigen, aber gar nicht richtig zu (er-)leben.“
Vielleicht hast du aber auch ganz andere, immer wiederkehrende Gedanken, die dich umtreiben. Wenn du solche Gedankenmuster oder Verhaltensweisen von dir kennst, ist das kein Zeichen von Schwäche oder davon, dass du etwas falsch machst – im Gegenteil, dein Nervensystem schickt dir damit viele kleine Signale, dass es überlastet ist und dich vor weiterer Überforderung schützen möchte. Ein überreiztes Nervensystem hat Auswirkungen auf unseren Alltag und sollte deshalb keinesfalls ignoriert werden. Unruhiger Schlaf, ein erhöhtes Stresslevel sowie leichte Reizbarkeit können nur einige der Symptome sein, die wir früher oder später merken werden, wenn wir nichts zur Entspannung unseres Nervensystems beitragen. Das Nervensystem bestimmt, wie wir uns fühlen, ob sicher und voller Energie oder aber müde, überreizt, gestresst und angespannt. Bleiben wir längere Zeit im Funktions- oder Überlebensmodus, verlernt der Körper wirklich zu regenerieren und zu entspannen. Mögliche Folgen sind Erschöpfung und Anspannung, was jede Menge Energie kostet und wodurch wir uns schnell überfordert fühlen. Wenn du das Gefühl hast, dass es nur dein persönliches Problem ist, kann ich dich an dieser Stelle beruhigen. Es handelt es sich um eine ganz natürliche Reaktion auf zu viele Reize und zu wenig Regulation. Wenn du aus dem Teufelskreis aussteigen möchtest, geht es nicht darum, die Symptome zu ignorieren oder „dich zusammenzureißen“, sondern darum, dein Nervensystem zu beruhigen. Erst wenn das Nervensystem sich sicher fühlt, werden Entspannung, Regeneration und emotionale Stabilität wieder möglich. In meiner Arbeit setze ich unter anderem genau hier an: es geht darum, was dein Nervensystem braucht, damit es dir langfristig gut gehen kann.




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