Pause im Alltag
- Petra

- 17. März
- 2 Min. Lesezeit
Im Alltag geht es oft unter, langsam und still zu sein. Auch gesellschaftlich scheint schneller, höher, weiter angesehener zu sein als herunterzufahren, sich auszuklinken, auf sich selbst zu schauen. Die To-Do Liste ist meist wesentlich länger als die Not-To Do Liste und Pausenzeiten stehen meistens nicht mit drauf. Wie können wir denn langfristig gesund bleiben, wenn alles andere immer wichtiger ist, als Zeit mit sich selbst zu verbringen, sich eine Pause zu gönnen, nichts anderes zu tun, als nach innen zu schauen, zu lauschen, zu staunen, zu spüren?
Ich neige auch dazu, wenn ich in meinem Alltag bin, in das wohlbekannte Hamsterrad zu fallen und am Ende des Tages festzustellen, dass ich mir keine wirkliche Pause gegönnt habe. Für mich ist es wichtig, immer mal wieder am Tag mit mir selbst einzuchecken, zu spüren, wie es mir eigentlich geht und welche Bedürfnisse ich habe. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich das immer hintenanstelle und ich schnell in den Funktionsmodus falle.
Wenn ich körperlich eingeschränkt bin, wie momentan mit einer Sehnenentzündung im Fuß, gelingt es mir leichter, Pause zu machen, in mich hinein zu spüren und auf mich zu achten – zwangsläufig, da ich eben auch nicht so viel machen kann. Ich habe mich gefragt, warum es immer eine „Zwangspause“ sein muss, um mehr bei mir zu sein, mehr in meinem Körper anzukommen. Wäre es nicht viel schöner, das auch zu tun, wenn ich fit bin?
Gerade bin ich dabei zu entdecken, wie erfüllend und friedvoll es sein kann, auf einer Bank im Wald Pause zu machen. Mir selbst zu erlauben, einfach nur dort zu sitzen, die Grüntöne des Waldes zu beobachten, den leichten Sommerwind zu spüren, den Vögeln zuzuhören und einfach gar nichts weiter zu denken oder zu tun. Ich lasse ganz bewusst mein Handy zuhause oder im Auto, um gar nicht in die Versuchung zu kommen, mich doch vom Wesentlichen ablenken zu lassen. Es ist wundervoll mir die Zeit zu nehmen, um nach innen zu lauschen und einfach nur im Kontakt mit mir zu sein. Wenn ich dort bin, erlebe ich Stille, inneren Frieden und eine liebevolle Verbundenheit mit mir selbst. Auch für meinen Hund Rudi sind die Pausenzeiten etwas Wundervolles. Inzwischen läuft er schon selbst zu unserer Bank im Wald und legt sich hin – um Pause zu machen.
Ich wünsche mir sehr, dass ich diese Pausen, diese Zeit mit mir selbst auch erhalten kann, wenn ich wieder gesund bin – ich weiß, dass ich sehr anfällig bin, wieder ins Funktionieren zu fallen.
Wie schaffst du es, Pausen in deinem Alltag einzubauen? Was bedeutet für dich Pause?
Vielleicht ist mein Pausenerleben eine kleine Inspirationsquelle für dich, es einfach mal auszuprobieren.





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