top of page

Was ist eigentlich Embodiment?

  • Autorenbild: Petra
    Petra
  • 16. März
  • 3 Min. Lesezeit

Embodiment heißt übersetzt „Verkörperung“. Doch nur die wenigsten Menschen sind wirklich verkörpert – im Gegensatz zu Kindern, die mit ihrem Körper noch verbunden sind, die sich spüren und die vor allem auch ihre Emotionen ausdrücken sind wir Erwachsenen häufig verkopft, unterdrücken unsere Bedürfnisse und Emotionen, sind im Funktionsmodus gefangen. Wir zerdenken jedes Problem, verlieren uns in Gedankenkreisen, suchen Lösungen im Internet, stürzen uns in unsere Aufgaben, bringen immer bessere Leistung, schreiben endlose To-Do-Listen, anstatt innezuhalten, uns zu spüren, dem Körper zuzuhören, uns zu erlauben, langsam zu sein. Vermutlich ein normaler Trend in unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Gesellschaft. Aber was hat das zur Folge? Höher, schneller, weiter, mehr im Außen, mehr bei anderen sein und tausend Dinge gleichzeitig tun – anstatt unserem Inneren zu lauschen und uns selbst ernst zu nehmen, schließlich sollten wir uns selbst als wichtigste Person in unserem Leben nehmen.

Meine Herzensangelegenheit ist dich dabei zu unterstützen, wieder bei dir selbst anzukommen, dich zu spüren und Verbundenheit mit dir und deinem Körper zu erleben. Embodiment ist der Schlüssel dazu, denn es beschreibt die Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Seele – und zwar nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch. Es geht darum, wie du dich bewegst, atmest, sprichst, wie du dich in einem Raum hältst und wie dein Nervensystem auf Reize reagiert. In der Forschung spricht man gern von verkörperter Kognition, also der Idee, dass unser Denken nicht vom Körper losgelöst, sondern immer in einem somatischen Kontext stattfindet. Gedanken entstehen nicht einfach so, sie sind immer ein Zusammenspiel aus deinem Erleben heute und deiner Vergangenheit. In unserem Nervensystem sind alle Emotionen, Verletzungen, frühere Erfahrungen und Prägungen gespeichert und genau darin liegt das Geschenk. Indem wir uns unserem Körper zuwenden, durch verschiedene Embodiment Tools wieder in Kontakt mit uns selbst kommen, können wir wieder in Bewegung kommen. In Bewegung, die uns guttut, die dafür sorgt, dass alte, angestaute Emotionen fließen dürfen, eine Bewegung, die Energien in uns aktiviert, die uns weicher mit uns selbst werden lässt, anstatt weiter hart mit uns umzugehen.

Auch die Neurowissenschaften zeigen uns, was wir intuitiv längst wissen: Echte Veränderung geschieht nicht über unseren Verstand, sondern über unseren Körper. Studien zur Neuroplastizität belegen, dass sich neuronale Verschaltungen durch Bewegung, Berührung, Rhythmus und Atmung verändern lassen. Die Trauma-Forschung (siehe u. a. Peter Levine) unterstreicht, dass Heilung über Körpererfahrung passiert.

Deshalb reicht Reden allein häufig nicht, vor allem bei Themen, die uns schon lange beschäftigen, die wir vielleicht schon mehrfach versucht haben, zu lösen. Gerade auch für alte Muster und lang antrainierte Schutzstrategien bedeutet das: Ohne den Körper mit einzubeziehen, bleibt Transformation im Kopf stecken. Und viele Menschen – vielleicht auch du – wissen, wie das ist, wenn man sich Jahre lang „versteht“, aber trotzdem innerlich festhängt. Genau da setzt Embodiment an.

Die Mischung aus systemischem Coaching und Embodiment bietet eine wundervolle Möglichkeit, um deine Themen wirklich in der Tiefe zu bewegen. Wir holen deinen Verstand genauso ab, wie deinen Körper, so dass wir deine Themen ganzheitlich betrachten und bearbeiten. Systemisches Coaching richtet den Blick auf verschiedene Perspektiven und Lösungsansätze, bezieht dabei immer auch deine aktuelle Lebenssituation und dein direktes Umfeld mit ein und holt deinen Verstand mit ins Boot. Das Verstehen von Mustern, Verhalten und Schutzstrategien hilft deine Geschichte zu rekonstruieren, zu visionieren und ist für deinen Prozess natürlich genauso mit entscheidend. Embodiment widmet sich deinen inneren Prozessen und bezieht die Weisheit deines Körpers mit ein. Wir nutzen die Stärke von Embodiment, dich im Hier und Jetzt mit deinem Körper zu verbinden und dadurch neue, ressourcenorientierte Schlüsse daraus zu ziehen und Resilienz zu entwickeln. So ist die Kombination aus Verstehen und Verkörpern der Schlüssel zur Veränderung. Nicht nur reden, nicht nur verstehen, sondern vielmehr deinen Körper in allen Prozessen mitnehmen. Dadurch verbindest du dich mit dir selbst, achtest auf deine Gefühle und Körperreaktionen und entwickelst Sicherheit, Geborgenheit und Stabilität in dir. Und genau dabei begleite ich dich – am Anfang braucht es einen geschützten Raum, den ich dir durch unsere Zusammenarbeit biete. Und im Laufe der Zeit lernst du, dass du selbst der geschützte Raum für dich bist.

Kommentare


bottom of page