Innerer Frieden
- Petra

- 16. März
- 2 Min. Lesezeit
Wir stehen seit Sonntag mit unserem Camper mitten im Nirgendwo, zumindest fühlt es sich so an. Ganz konkret sind wir auf dem Grundstück von Geert und Vanessa in der Provence, die vor einigen Jahren hierher ausgewandert sind und Abriecosy gegründet haben. Abriecosy steht für einen veganen, ökologischen, nachhaltigen Ort und den Lebensstil, den die beiden vertreten. Alle Menschen und Tiere sind willkommen und es geht darum, sich selbst und allen anderen Lebewesen einschließlich der Natur etwas Gutes zu tun. Wir tauchen hier ein in die Ruhe, in die Stille, in das Sein. Abriecosy befindet sich zwar in der Nähe des Ortes Bergamont, liegt aber versteckt weiter oben in den Bergen umgeben von Natur, soweit das Auge reicht. Auf dem großen Grundstück befinden sich außer ihrem Wohnhaus einige kleine Lodges, die sie vermieten, beispielsweise an Menschen, die hierher kommen, um ein Yoga oder Meditationsretreat mitzumachen. Sie bieten hier allen Menschen die Möglichkeit zu sein, die das Bedürfnis haben, sich auf sich selbst und das Wesentliche im Leben zu konzentrieren, einzutauchen und Teil dieses Ortes zu sein. Es gibt auch die Möglichkeit, sich von den beiden vegan verköstigen zu lassen, denn eine vegane, natürliche Ernährung gehört für die beiden hier zu ihrem Lebenskonzept. Geert und Vanessa möchten möglichst ressourcenschonend leben, versuchen alles, was kaputt geht zu reparieren und möglichst wenig zu kaufen. Zudem leben sie auf ein Minimum reduziert, begrenzen auch ihren Strom- und Wasserkonsum und versuchen, sich weitestgehend selbst zu versorgen mit Obst- und Gemüseanbau. Geert sagt, dass er nicht mehr braucht, um glücklich und zufrieden zu sein.
Und was hat das jetzt mit meinem inneren Frieden zu tun?
Den empfinde ich gerade, nachdem gestern nach einem nass kalten Regentag heute die Sonne wieder raus gekommen ist und ich draußen mit Blick auf die umliegenden Berge mein Training gemacht habe. Jetzt einfach da zu sitzen, in die Ferne zu schauen und nichts als Berge und Wälder zu sehen, den Wind zu spüren und das Blätterrauschen in den Bäumen zu hören – das schafft inneren Frieden. Wenn ich in mich hineinhorche, spüre ich, dass auch ich innerlich still bin – tiefe Gefühle der Verbundenheit und der Dankbarkeit erfüllen mich. Wenn ich meinen Hund rechts von mir auf der Bank liegen sehe, der ebenfalls die Augen geschlossen hat, liegt es vielleicht auch ein bisschen an diesem wunderbaren, naturbelassenen Ort, an dem das Sein im Vordergrund steht.
Seit wir auf Reisen sind leiten uns unsere Intuition und wunderbare Menschen, die wir zufällig treffen, an die Orte, an denen wir mit unserem Camper stehen und die wir besuchen. Wir reisen ohne Plan, ohne davor zu recherchieren, wohin wir wollen oder es etwas Besonderes zu sehen gibt und wir kamen bisher an die wundervollsten Orte, meist fernab vom Tourismus. So können wir eintauchen, in die Kultur, in das Land und uns ganz auf das Reisen und den Moment einlassen. Es ist nicht wichtig, was morgen ist oder nächste Woche, sondern nur, was im Hier und Jetzt ist. Diese Freiheit, die wir dadurch erleben, schätzen wir ganz besonders und empfinden auch dadurch inneren Frieden.
Was bedeutet für dich innerer Frieden? Wann und wie erlebst du ihn in deinem Alltag?
Und wenn du dich genauer für den Ort hier interessierst, kannst du auf der Internetseite von Geert und Vanessa nachlesen. Ich verlinke sie dir hier:





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