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Die Magie der Intuition

  • Autorenbild: Petra
    Petra
  • 17. März
  • 2 Min. Lesezeit

Wir reisen ohne Plan oder konkretes Ziel. Das war von Anfang an unser Motto für die Reise – wir wollten uns treiben und überraschen lassen, unserer Intuition und dem Augenblick folgen. Und genau so ergibt sich unsere Reiseroute und bringt uns damit an die besten Orte. In der Schweiz stehen wir Richtung Gotthardpass in einem langen Stau, nichts bewegt sich und wir haben wenig Lust, noch die nächsten Stunden im Stillstand zu verbringen. Kurzentschlossen fahren wir ab und finden uns auf der Straße wieder, die über den Gotthardpass führt. Wir bestaunen fast unwirkliche Natur, sind begeistert von schneebedeckten Bergen, tosenden Wasserfällen und Bergseen und drücken die Daumen, dass unser Camper Putzi uns auch heil über den Pass bringt – der schnauft ganz schön, bis wir schließlich die höchste Stelle auf dem Pass auf 2100m erreichen. Als wir aussteigen, werden wir von Wind und Kälte empfangen und einem wahnsinnig tollen Rundumblick auf die Weite der Berge. Eigentlich wollten wir weiterfahren, den Pass wieder runter bis nach Lugano, um dort die Nacht zu verbringen. Auf dem Weg sehen wir Camper direkt auf dem Pass stehen und entscheiden uns spontan dafür, hier ebenfalls unser Nachtlager aufzuschlagen. So stehen wir umgeben von schneebedeckten Berggipfeln und unter einem atemberaubenden Sternenhimmel und können unser Glück kaum fassen, diesen wundervollen Ort entdeckt zu haben. Dick eingepackt in unsere Winterjacken machen wir noch einen kleinen Erkundungsspaziergang mit Rudi und entdecken viele alte Bunkeranlagen. Auch ein Museum gibt es hier oben, leider hat es aber geschlossen. In einem der Bunker liegt viel Schnee und Eiszapfen hängen außen an den Gebäuden dran. Durchgefroren ziehen wir uns dann in den Camper zurück, genießen das Bergpanorama bei einem Glas Wein und einem leckeren Abendessen. Tiefe Dankbarkeit erfüllt uns beide – für diesen Ort, dass wir diese Reise machen können und für die Wege, die das Leben so mit uns geht. Wenn wir uns dem (Er-)Leben öffnen und uns auf alles einlassen, was kommt, werden wir oft mit wundervollen Überraschungen beschenkt.

Am nächsten Morgen werden wir von wärmenden Sonnenstrahlen geweckt und laufen mit Rudi einen der Wege Richtung Berge hoch, begleitet von großen Felsbrocken, verschiedenfarbigen Graslandschaften und einem fantastischen Ausblick. Wir sind berührt von der Intensität des Moments, halten inne und spüren die Faszination dieses Ortes. Wären wir weiter im Stau gestanden, weil wir unbedingt das angedachte Ziel erreichen wollten, anstatt unserer Intuition zu vertrauen, wären wir nicht hier gelandet und hätten nicht diese wundervolle Erfahrung gemacht.

Was wird möglich, wenn wir unserer Intuition das Steuer überlassen und uns ganz auf den Moment einlassen? Wenn wir es schaffen, uns hinzugeben, uns selbst und dem Leben zu vertrauen und Pläne über Bord zu werfen, bekommen wir oftmals die größten Geschenke. Es ist sicherlich schwierig, das auch im Alltag zu leben, der doch oft bestimmt ist von Verpflichtungen wie Job, Familie oder anderen To Dos. Aber vielleicht reicht manchmal eine Prise Intuition mehr in unserem Leben, um einen etwas bunteren Alltag zu erleben.

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